Kryptowährungen sicher verwahren? So geht’s!

26.05.21
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Kryptowährungen sicher verwahren? So geht’s!

Blockchain boomt. Also alles Blockchain, no matter what. Scooter veröffentlichen ihr neues Album als Non-fungible Token (NFT), setzen auf künstliche Verknappung und Hyper, Hyper wird zum Hype. In der Eisdiele bei mir und die Ecke kann ich mein Spaghetti-Eis jetzt auch in Bitcoin zahlen. Elon Musk dagegen schwört der Mutter aller Kryptowährungen bereits wieder ab, aus Umweltschutzgründen, und setzt auf Dogecoin – die Kryptowährung, die ursprünglich als Parodie auf Bitcoin kreiert wurde und zugleich eine Hommage an das vierpfotige Internetphänomen Doge darstellt. Many Crypto. Such wow.

Keine Frage, der Handel mit Krypto ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wenn nun aber Sabine aus Sindelfingen und Florian aus Berlin Neukölln auf einmal mitmischen an den Kryptobörsen, dann kommen hier nicht nur Fragen auf wie Was ist die Blockchain? und Wie funktioniert ein Bitcoin?, sondern spätestens nach dem ersten Kauf auch die wichtigste Frage von allen:

Wie bewahre ich meine Kryptowährung am besten auf?

Die gute Nachricht vorneweg: Blockchain und Krypto sind dezentrale und sichere Peer-to-Peer-Netzwerke und entsprechend gut vor Hackern und Kriminellen geschützt. Das tatsächliche Risiko, dass du deine Kryptos verlierst oder sie dir von Betrügern geklaut werden, liegt also nicht in der Technologie selbst, sondern in deiner eigenen Schusseligkeit sowie den Sicherheitslücken deines Smartphones oder deines Computers. Hier gilt es also, deine Geräte optimal vor Hackerangriffen, Phishing, Pharming und Co. zu schützen.

Bevor du loslegst, lerne also am besten folgende Tipps auswendig:

  • Greife niemals über ein öffentliches Netzwerk auf deine Wallet zu
  • Lasse deine Geräte nie unbeaufsichtigt oder gestatte Dritten Zugriff darauf
  • Aktualisiere regelmäßig deine Apps und deine Software – allerdings gerne ein paar Tage nach dem Release, um Bugs zu vermeiden
  • Ändere regelmäßig deine Passwörter und verwende einen Passwortmanager und, wo möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Leere deine Wallet, bevor du dein Gerät zur Reparatur bringst
  • Erstelle Back-ups auf USB-Sticks oder externen Festplatten
     

Was ist eine Wallet?

Eine Wallet, das ist kein Geldbeutel, nein, das ist dein persönlicher Speicherort für Kryptowährungen. Ein physisches Gerät (Hardware) oder eine Anwendung (Software), in der du deine Zugangsberechtigung auf die Kryptos verwaltest. Du verwahrst hier die geheimen und öffentlichen Schlüssel (auch private key und public key genannt), die dir den Zugriff auf deine Public Address in der Blockchain und somit auf deine Kryptowährungen ermöglichen. Deine Bitcoins und Co. befinden sich also nicht in deiner Wallet, sondern die Wallet interagiert mit der Blockchain. Zugleich kannst du mit deiner Wallet Kryptowährungen senden und empfangen. Wallets werden unterteilt in Hot Wallets, die mit dem Internet verbunden sind, und Cold Wallets, die offline verfügbar sind.

Hot Wallets

Die Nutzerfreundlichkeit steht hier klar im Vordergrund, denn deine Wallet ist kein zusätzliches, externes Gerät, sondern Software, ein Dienstleister, wahlweise auf deinem Device installiert oder auf einem Server liegend von überall aus für dich zu erreichen. Doch sind die Software Wallets und Exchange Wallets auch sicher?

Software Wallet

Auch wenn es gerade für Einsteiger verlockend klingt, die frisch erworbenen Kryptos in einer Software Wallet zu deponieren, so birgt diese doch ein entscheidendes Risiko. Denn wie der Name schon verrät, ist das gute Stück eine Software, also 24/7 mit dem Computer verbunden. Die hohe Nutzerfreundlichkeit wird hier also durch die hausgemachten Risiken wieder wettgemacht. Solltest du dein Gerät mit öffentlichen WLAN-Netzen verbinden, können sich Dritte über das Netzwerk Zugriff verschaffen. Auch bei Verlust deines Computers oder Smartphones kann die Software gehackt werden. Zudem gilt es zu bedenken, dass jedes Mal, wenn sich dein Gerät mit dem Internet verbindet, auch deine Wallet potenziell gehackt werden kann.

Fazit: Kann man machen, wenn man es super bequem mag. Aber in Sachen Sicherheit gibt’s hier deutlich Luft nach oben!

Exchange Wallet

Super easy. Du bewahrst deine Kryptos direkt bei der Börse auf, bei der du auch tradest. Kein lästiges Hin- und Her-Überweisen deines Guthabens, keine Gebühren für das Überweisen zwischen den Wallets, keine externe Festplatte, die kaputtgehen könnte.

Allerdings bist du hier tatsächlich von den Sicherheitsvorkehrungen der Tradingplattform abhängig. Wird diese gehackt, ist dein Guthaben weg – und zwar komplett. Nutze die Börse also tatsächlich nur, um mit Kryptowährungen zu handeln und nicht, um deine Coins dort zu lagern. Überweise dir jeweils nur den Betrag an die Börse deiner Wahl, den du auch traden möchtest. Der Rest bleibt sicher in einer anderen Wallet.

Fazit: Eignet sich nur für kleine Summen, die du in absehbarer Zeit traden möchtest, nicht jedoch für deinen gesamten Bestand.

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Cold Wallet

Eine Cold Wallet ist eine Wallet, die nicht mit dem Internet verbunden ist. Ein USB-Stick, eine externe Festplatte oder eine Hardware Wallet von Anbietern wie Ledger fallen in diese Kategorie.

Hardware Wallet

Die sicherste Aufbewahrung für deine Kryptos ist tatsächliche eine Hardware Wallet. Da gibt’s gar nichts zu diskutieren.

Hardware Wallets vereinen Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit in einem Device. Deine Private Keys werden hier auf kryptographisch gesicherter Hardware gespeichert und können nicht in Plaintext gelesen werden. Das macht sie für Hacker quasi unmöglich zu knacken. Einen Schwachpunkt gibt es allerdings auch hier: Dich. Denn solltest du deine Hardware Wallet verlieren oder sie dir geklaut werden, sind deine Bestände weg.

Fazit: Beste Wallet – zumindest für alle, die nicht dazu neigen, permanent ihr Hab und Gut zu verlegen. Unbedingt originalverpackt beim Hersteller und nie gebraucht kaufen, um Betrugsversuchen vorzubeugen.

Paper Wallet

Eine Paper Wallet kannst du via Open Source Services online generieren, die entsprechenden Keys werden anschließend lokal auf deinem Gerät erstellt.

Fazit: Sicher, günstig, schnell und einfach. Aber auch hier gilt: diese Wallet ist nichts für Schussel. Denn geht sie verloren, stehst du mit leeren Händen da.

Und welche Wallet ist nun die beste für dich?

Abschließend lässt sich also sagen, dass die Wahl der perfekten Wallet eine sehr persönliche Entscheidung ist. Die Cold Wallet hat hier mit Sicherheit die Nase vorn. Verlierst du aber bereits drei Mal täglich deinen Hausschlüssel und vergisst regelmäßig, wo du dein Auto geparkt hast, bist du wohl tatsächlich mit einer Hot Wallet besser aufgehoben.

Viele User verteilen ihren Bestand zudem auf verschiedene Wallets, um die Sicherheit bei der Aufbewahrung ihrer Kryptos zu erhöhen und das mögliche Risiko breiter zu streuen. Achtest du nun noch darauf, dass diese Wallets nicht mit dem Internet verbunden sind, solltest du auf der sicheren Seite sein.

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