Corona: Grenzenlos lernen

Published on 21. April 2020
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Corona: Grenzenlos lernen

Der Aufbruch zu neuen Ufern beginnt zu Hause: Weiterbildung geht in Corona-Zeiten auch bequem am Rechner. Wie digitale Angebote das Lernen leichter machen, den Horizont weiten und als Jobbooster funktionieren.

Das Coronavirus verändert unser tägliches Leben – privat und auch beruflich. Wir sollen zu Hause bleiben, dort auch arbeiten und uns sozial isolieren. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom arbeiten mittlerweile 49 Prozent der Berufstätigen ganz oder zumindest teilweise im Homeoffice. Für einige ist das völlig neu: 18 Prozent durften bisher nicht ortsunabhängig arbeiten. Fließende Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit, Wegfall der sozialen Einbindung ins Team – neben neuen Herausforderungen bietet Heimarbeit auch Vorteile: Beispielsweise fallen der Stress durchs Pendeln und die Lärmbelastung im Großraumbüro weg. Wer das neue Arbeiten richtig organisiert, ist flexibler und spart Zeit – die sich nutzen lässt, um etwas für die berufliche Zukunft zu tun. Der Corona-Aufruf #StayHome ist dabei kein Hindernis: Weiterbildung funktioniert im 21. Jahrhundert zum Glück auch digital. Laut einer aktuellen Bitkom Studie bildet sich inzwischen fast jeder Zweite in Deutschland online weiter.

 

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Flugzeuge bleiben am Boden, Messen und Konferenzen fallen aus, Geschäfte und Restaurants sind geschlossen. Auch wenn momentan überall die Pause-Taste gedrückt ist: Die Digitalisierung geht rasant weiter und die Automatisierung dürfte viele Jobs in Zukunft auf die Liste der bedrohten Spezies setzen. Auf dem Berufs-Forecast des Beraterunternehmens McKinsey finden sich dementsprechend Berufe mit Titeln wie „Mobile Developer“, „Cloud Engineer“ oder „3D-Druck-Experte“. Höchste Zeit also, digital zu netzwerken und eine Online-Weiterbildung oder Umschulung anzugehen.

Weiterbilden, weiterkommen

Zwei Häkchen auf einen Streich lassen sich auf LinkedIn setzen: Das weltweit größte Business Netzwerk bietet seit 2019 über das Tochterunternehmen LinkedIn Learning ein breites Angebot an Video-Trainings an. Schwerpunkte der Angebote für Unternehmen, Behörden und Hochschulen sind die Bereiche Business, Technik und Kreativität. Über eine monatliche Flatrate erhält man Zugriff auf die gesamte Bibliothek. Viele Unternehmen erwerben diese Flatrate für ihre Angestellten. Tipp: Den Chef anmailen, ob das entsprechende Angebot in Homeoffice-Zeiten nicht ein sinnvolles Investment fürs ganze Team sein könnte.

Der 154 Stunden-Kurs

Von (und bei) den ganz Großen lernen – immer eine gute Idee. Einer der führenden Anbieter von Weiterbildungskonzepten und -programmen rund um die digitale Transformation ist Avado. Der Google-Partner steckt hinter Squared Online, einem preisgekrönten virtuellen Digital Marketing- und Leadership-Programm. Hier können sich Teilnehmer in einem 154 Stunden-Kurs zum Digital Marketing Experten weiterbilden und sich dabei mit renommierten Experten und erfahrenen Praktikern austauschen.

Online-Kurs in Harvard

Lust, ein paar Kurse in Princeton, Yale oder Harvard zu belegen? Normalerweise ist das ein teurer Spaß – und die Chancen, an einer der amerikanischen Ivy League-Unis angenommen zu werden, sind gering. In Corona-Zeiten ist das anders: Momentan kann man kostenlos über 500 Kurse an renommierten US-Universitäten belegen. So bietet die Columbia University beispielsweise einen Kurs mit dem Titel „Economics of Money and Banking“ an. Wer sich lieber um seine Gesundheit kümmern will, kann sich an der Yale-Uni wissenschaftlich fundiert und kostenlos zum Thema „The Science of Well-Being“ weiterbilden. Von der Geschichte Hollywoods über Digitalfotografie bis zu Robotik: Für fast jedes Interessensgebiet liefert die Liste von „Class Central“ einen Treffer. Noch mehr kostenlose Uni-Kurse, meist in englischer Sprache, finden sich auf Coursera. Texte, Video-Tutorials und Multiple-Choice-Tests sind kostenlos, der Erwerb eines Zertifikats ist kostenpflichtig.

30 Tage Geld zurück

Wer lieber auf Deutsch lernt, ist auf der Video-Lernplattform Udemy gut aufgehoben: Hier finden sich über 100.000 Online-Kurse, viele davon in deutscher Sprache. Neben der Suche nach Themen, können Wissensdurstige sich an der Sterne-Bewertung durch die Nutzer oder am Label „Bestseller“ orientieren. In Homeoffice-Zeiten beliebt: Der Kurs von Wladislaw Jachtchenko zum Thema: „Effizienz und Effektivität steigern: Mehr Produktivität!“. Wer sich gemeinsam mit dem Team weiterbilden will, kann das Angebot „Udemy for Business“ mit über 4.000 Online-Kursen nutzen. Und falls der ausgewählte Kurs doch nicht zusagt: Der Anbieter wirbt mit einer 30-Tage-Geld-zurück Garantie.

Volkshochschule digital

Auch viele der 900 Volkshochschulen in Deutschland haben in Corona-Zeiten ihr Angebot umgestellt: So bietet beispielsweise die Volkshochschule München – eine der größten gemeinnützigen Bildungseinrichtungen in Deutschland – seit Anfang April unter dem Titel „MVHS.Heimspiel“ auf YouTube von Zeichenkursen bis hin zu Leseempfehlungen kostenlose Video-Tutorials an. Und an der „Junge Volkshochschule München“ können Schülerinnen und Schüler in Online-Kursen im Webinar-Stil für ihre Abschlussprüfungen in Mathe und Englisch pauken. Im Land der Tüftler und Schaffer war eine Volkshochschule besonders schnell: Die VHS in Böblingen-Sindelfingen ist ein Vorreiter in Sachen Webinar – und die 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der schwäbischen Bildungseinrichtung sehr busy: „Sie haben mehr zu tun als sonst, weil die Nachfrage so groß ist“, sagte deren Leiter Christian Fiebig der Stuttgarter Zeitung.

Kostenlos in die Online-Bib

Von analog zu digital: Einige Stadtbibliotheken reagieren auf den Shutdown in Deutschland und stellen ihr digitales Angebot derzeit kostenlos zur Verfügung. Bei den öffentlichen Bibliotheken in Berlin kann man sich online anmelden und anschließend drei Monate kostenlos das Angebot nutzen – neben Büchern und Hörbüchern auch ein stark erweitertes E-Learning-Angebot zum Beispiel in den Bereichen IT, Wirtschaft, Persönlichkeitsentwicklung und Sprachen.

Übrigens: Auch in Handwerksberufen kann man sich inzwischen digital weiterbilden. So bietet beispielsweise die Akademie Deutsches Bäckerhandwerk in Weinheim kostenfreie Webinare an und berichtet von einer „hohen Nachfrage“ bei den Profis am Backofen.

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