Fuck Off Funds – Dein Weg in die finanzielle Freiheit

Published on 09. March 2020
Kategorien:

Fuck Off Funds – Dein Weg in die finanzielle Freiheit

„Fuck you, fuck you very very much…“ sang die wundervolle Lily Allen im Jahre 2009 hinaus in die Welt. Und die Welt sang lauthals mit: „Cause we hate what you do, and we hate your whole crew, so please don’t stay in touch“. Das ist nun über ein Jahrzehnt her, und vieles hat sich seitdem geändert, aber eben nicht alles…

Diese fabulöse, sich ohrwurmig ins Hirn eindrehende Hymne der werten Lily A. richtet sich nämlich an keinen geringeren als den damals amtierenden US-Präsidenten George W. Bush.
Glücklicherweise haben einige grandiose Stücke der modernen Populärmusik, im Gegensatz zu Dosenravioli, kein Verfallsdatum. Somit lässt sich Lilys Liedchen auch heute noch anwenden. Auf ghostende Tinderdates. Cholerische Lehrer. Schmierige Professoren. Gewisse Paketboten, die nicht klingeln, obwohl man extra zu Hause bleibt. Diese Liste lässt sich vermutlich endlos fortsetzen. Fuck you. Fuck you very, very much.

Nicht denken, sondern machen!

Während ein saftiges „Fuck you“, leise gedacht, in einer Vielzahl an Situationen das passende Mittel der Wahl ist, gibt es aber doch auch Momente im Leben, in denen ein laut gebrülltes „Fuck off“ weitaus angebrachter wäre.

Ich wähle hier bewusst den Konjunktiv, denn, Hand aufs Herz: Selbst in Zeiten von #metoo muss man erstmal so viel Arsch in der Hose haben, dem grabschenden Chef das F-Wort saftig schmatzend ins Gesicht zu watschen. Oder sagen wir besser: Man muss das nötige Kleingeld auf dem Konto haben. Denn eins ist klar wie glutenfreie Kloßbrühe: Müssten wir nicht dramatische Konsequenzen für unsere Zukunft, unsere Finanzen, unseren Ruf, unser Leben fürchten, wären viele von uns viel freier. Lauter. Ehrlicher. Würden mehr für sich einstehen, sich weniger gefallen lassen. Und „Fuck off“ brüllen, anstatt „Fuck you“ zu denken.

 

Du suchst nach einem sicheren Zuhause für deinen Fuck Off Fund? Say no more!
Bei uns ist dein Notgroschen sicher:

Konto eröffnen

Dein persönliches Backup

Geld allein macht auch nicht glücklich, und der dämliche Tinder-Typ mutiert dank mehr Kohle auf deinem Konto sicherlich nicht vom bacheloresken Dummbrot zur philantropen Süßmaus, schon klar.

Nun gibt es aber Momente im Leben, in denen ein ausreichend gefülltes Bankkonto einiges leichter macht. Das Zauberwort heißt finanzielle Freiheit.

Finanzielle Freiheit, die es dir erlaubt, einen unliebsamen Job zu kündigen, ohne schon etwas Neues zu haben. In dem Wissen, für die nächsten drei Monate mit einer fiesen Arbeitslosengeldsperre leben zu müssen. Und der Gewissheit, dass du es dir leisten kannst.

Finanzielle Freiheit, die es dir ermöglicht, aus deinem Freund deinen Ex-Freund zu machen.
Weil er dich schon wieder betrogen hat, und es diesmal auch wirklich wirklich nie wieder passieren wird, Süße, wirklich, es tut ihm doch so leid, und es hat gar nichts bedeutet, denn er liebt nur dich. Ganz ehrlich.
Das kannst du ihm glauben. Oder du suchst dir eine neue Wohnung, packst deine Sachen und ziehst aus. Booom. Denn du kannst es dir leisten.

 

Das waren nur zwei Beispiele, und ich kenne viele, viel zu viele Frauen, die oben erwähnte Szenarien stillschweigend ertragen und über sich ergehen lassen (müssen). Weil sie sich einen Ausweg schlicht und ergreifend nicht leisten können. Weil die Kaution für eine neue Wohnung ohne Kredit nicht zu stemmen wäre. Weil die monatlichen Ausgaben sogar das Arbeitslosengeld übersteigen und drei Monate ohne Geldeingang den Ruin bedeuten würden. Weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, schon gar nicht für (finanzielle) Freiheit.

A story of a fuck off fund

Warum ich das hier schreibe? Wegen Paulette Perhach. Die Autorin hat einen Text veröffentlicht, der zugleich entlarvend und schockierend ist, aber auch die Augen öffnet, inspiriert und empowered. A story of a fuck off fund heißt dieses Werk, und ich kann nur wärmstens empfehlen, es zu lesen, falls noch nicht geschehen.

Das Erschreckende dabei: Paulettes Text stammt aus dem Jahre 2016. Und noch immer, vier Jahre später und nachdem selbiger gefühlte dreiundfünfzigtausendmal das komplette Internet durchquert hat, ist den meisten Frauen, mit denen ich darüber spreche, der Begriff „Fuck Off Fund“ gänzlich unbekannt. Versuch ich‘s mit den Worten meiner Oma und nenne das Kind „Notgroschen“, wissen die meisten, was Sache ist. Haben aber keinen. Und hier liegt der Kern des Problems: Du musst dich um dich selbst kümmern! Das macht sonst nämlich keiner.

Finanzielle Freiheit hat eben nicht mit einem Lottogewinn zu tun, mit schlauen Investments, einem gut verdienenden Ehemann oder reichen Eltern. Finanzielle Freiheit ist auch nicht der oberen Mittelschicht vorbehalten. Finanzielle Freiheit ist, was du draus machst.

Ein Fuck Off Fund sichert dir deine Freiheit in Zeiten, in denen du darauf angewiesen bist. In denen du schnell reagieren musst. In denen du auf dich alleine gestellt bist. Und glaube mir, es fühlt sich gut an, so einen Puffer auf dem Konto zu haben. Betrag X, deine ganz persönliche Exit-Strategie. Du ahnst nicht, was es mental bereits für einen Unterschied macht, dieses Geld als Backup auf der Seite zu wissen, auch ohne es überhaupt anfassen zu müssen.

Worauf wartest du noch?

Tipps für deinen Fuck Off Fund

  • Dein Fuck Off Fund soll dich für den Notfall absichern. Um das zu können, musst du wissen, wie viel Geld du für besagten Notfall brauchst. Ganz allgemein empfiehlt es sich hier, für den Anfang mit drei Netto-Monatsgehältern zu rechnen. Hast du also nach Steuern 1500 € raus, sollte dein Fuck Off Fund 4500 € betragen. Mit dieser Summe kannst du locker drei Monate überleben – auch ohne Gehalt, Mann oder Casinobesuch.

 

  • Definiere den Begriff „Notfall“! Denn wie das Wort „Notgroschen“ schon sagt, sollst du dieses Geld nur in der Not anrühren. Ein Notfall ist natürlich für jeden etwas Anderes, aber ganz ehrlich: Konsumschulden gehören nicht dazu. Wenn du also ein neues Smartphone brauchst – kauf dir ein billiges, gebrauchtes. Zahnimplantat – kann man in Raten zahlen. Oder deine Waschmaschine kaputtgeht – ab in den Waschsalon. Das ist alles doof, ich weiß. Aber eben nur doof und kein echter Notfall. Am besten zwackst du monatlich einen gewissen Betrag von deinem Gehalt ab und sparst es für genau solche, unvorhergesehenen Ereignisse, die keinen akuten Notfall darstellen. Dann bist du bestens gerüstet.

 

 

  • Kleinvieh macht auch Mist. Isso. Also erzähl mir nichts, sondern fang an. Selbst wenn du jeden Monat nur 20 € zur Seite legen kannst, ist das ein Anfang. Just do it!

 

PS: Ein solcher Fuck Off Fund ist mitnichten nur Frauen vorbehalten. Im Gegenteil. Ausnahmslos jeder soll und darf sich dazu ermutigt fühlen, sich seinen persönlichen Notgroschen anzuhamstern, um sich im Fall der Fälle selbstbestimmt „retten“ zu können.

Leider ist es aber auch im 21. Jahrhundert immer noch der Fall, dass Frauen, per se, benachteiligt werden. Und das durch alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten hindurch. Sei es der Gender Pay Gap, Pink Tax, die Teilzeitfalle, Altersarmut, häusliche Gewalt oder sexuelle Belästigung: In einer Vielzahl der Fälle handelt es sich hierbei um „weibliche Probleme“, denen Frau sich stellen muss. Und das geht um einiges leichter mit einem wohlgepolsterten Notgroschen. Damit aus dem nächsten „Fuck you“ ein lautes „Fuck off“ werden kann.

Disclaimer
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte dieser Aussendung. Für den Inhalt verlinkter Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Soweit wir Ihnen steuerliche oder rechtliche Informationen liefern, stellen diese keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung dar. Die hier enthaltenen Aussagen sind nicht als Angebot oder Empfehlung bestimmter Produkte oder Dienstleistungen zu verstehen. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Produkte oder deren Emittenten, Dienstleister oder Anbieter explizit erwähnt werden. Sofern die Inhalte und Informationen von Dritten zur Verfügung gestellt wurden bzw. Meinungen Dritter wiedergegeben werden, müssen diese nicht mit unserer Auffassung im Einklang, sondern können sogar im Widerspruch hierzu stehen. Bei Fragen zu rechtlichen oder steuerlichen Auswirkungen im Einzelfall wenden Sie sich bitte in jedem Fall vorher an Ihren Rechts- oder Steuerberater.

WEITERE BEITRÄGE AUS DER FIDOR WELT

FINANZEN

Geld her! Frauen und Finanzen: Keine Angst vor Aktien

Der erste Teil unserer Serie „Geld her! Frauen und Finanzen“ behandelt das Thema Investments in Aktien & Co.

Erfahre mehr

INVESTMENT

Aktien-Kauf?
Check ich!

In Zeiten von Schrumpf-, Null- und Negativzinsen sind Aktien wichtig für den erfolgreichen Vermögensaufbau. Gleichzeitig ist diese Anlageform nur etwas für gut Informierte. Wie, wo, was? Antworten auf die wichtigsten W-Fragen zum Thema Aktien.

Erfahre mehr

FINANZEN

Mehr Geld und Freiheit - Ein Interview mit Helma Sick

Helma Sick berät mit ihrem Unternehmen „frau & geld“ seit 30 Jahren Frauen (und Männer) in Finanzfragen. Wir haben mit der Münchnerin über finanzielle Unabhängigkeit und Altersvorsorge gesprochen.

Erfahre mehr