Weitere Nationen wollen Kryptowährung besteuern

10.12.19
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Weitere Nationen wollen Kryptowährung besteuern, Korea tritt der Liste bei

Im Laufe der Jahre sind Kryptowährungen immer beliebter geworden und haben die Aufmerksamkeit der Behörden auf der ganzen Welt auf sich gezogen. Auch wenn nicht alle von ihnen Kryptowährungen befürworten, möchten sie diese dennoch besteuern. Andernfalls wird häufig eine hohe Geldstrafe verhängt.

Die Besteuerungsregeln variieren für jede Nation.

Der Internal Revenue Service (IRS) der USA hat im vergangenen Monat seine ersten Leitlinien zur Berechnung von Kryptowährungssteuern herausgegeben. Die Anleitung umfasste verschiedene Themen wie die Steuerverbindlichkeiten, die durch Kryptowährungsgabeln entstehen, die akzeptablen Methoden zur Bewertung der als Einkommen erhaltenen Kryptowährungen und wie man steuerpflichtige Gewinne beim Verkauf von Kryptowährungen berechnet.

Erst kürzlich hat die brasilianische Steuerbehörde, das Department of Federal Revenue (RFB), die Steuerzahler, die bei der Einreichung ihrer Steuern keine Kryptotransaktionen deklarieren, mit einem neuen Steuerkennzeichen für Krypto bestraft. In Übereinstimmung mit den im Mai 2019 eingeführten Vorschriften der Normativen Vorschrift 1,888 gilt das Steuergesetz für natürliche Personen, Unternehmen und Makler und umfasst alle kryptobezogenen Aktivitäten wie Kauf und Verkauf, Spenden, Tauschgeschäfte, Einzahlungen, Abhebungen und andere. Steuerzahler, die Kryptotransaktionen nicht deklarieren, werden mit Strafen zwischen 500 BRD (Brazil Real) und 1500 BRD oder zwischen 120 und 360 USD belegt.

Wie bereits von The Daily Chain berichtet, hat die britische Steuer-, Zahlungs- und Zollbehörde HMRC (Her Majesty's Revenue and Customs) auch ihre Richtlinien zur Besteuerung von Kryptowährungen aktualisiert. Früher war das HRMC der Ansicht, Kryptohandel entspreche dem Glücksspiel, aber neue Richtlinien legen fest, dass Personen, die Kryptowährungen verwenden, der Steuer für Einkommen und Kapitalgewinne unterliegen können.

Korea ist die jüngste unter den Nationen, die Steuern auf Kapitalgewinne durch Kryptowährungen erheben werden. Zuvor gab es keinen Rahmen für die Besteuerung von Kapitalgewinnen aus digitalen Vermögenswerten, aber das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen arbeitet derzeit an einem Steuergesetz, das ab 2020 in Kraft treten soll. Zudem wurde ein Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Transparenz des Handels mit Kryptowährungen erstellt, der noch sanktioniert werden muss.

Wenn sich die koreanischen Behörden dazu entschließen, die Besteuerung von Kryptowährungen auf die gleiche Weise wie die Besteuerung von Kapitalerträgen aus dem Aktienhandel zu betreiben, müssten die Koreaner eine detaillierte Historie aller ihrer Handelsaufzeichnungen aus Kryptowährungsbörsen vorlegen. Die Vermittlungsstellen müssten auch Aufzeichnungen für jeden Benutzer führen.

Auch wenn Kryptowährungen noch nicht reguliert sind, könnten Steuergesetze Aufschluss darüber geben, wo Kryptowährungen in den Augen der Regierungen derzeit stehen. Dies könnte durchaus ein kleiner Schritt in Richtung Massenadoption sein.

Dieser Artikel wurde uns von TheDailyChain.com zur Verfügung gestellt,
wo er am 8. Dezember 2019 von Anna Larsen veröffentlicht wurde.

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