Fake-Shops - 8 Tipps, wie du dich schützt

Published on 29. August 2018
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Fake Shops – 8 Tipps, wie du dich schützt

Der Online-Handel boomt und immer mehr Verbraucher tätigen ihre Einkäufe vom Sofa aus, weil man so viel bequemer nach dem ultimativen Schnäppchen suchen kann. Das ruft leider auch immer mehr Betrüger auf den Plan, die ihre imaginäre oder minderwertige Ware trickreich in sogenannten Scheinshops oder Fake Shops anbieten.

Besonders Markenartikel zu Tiefstpreisen verschleiern Schnäppchenjägern gerne den Blick, aber die Betrüger werden mit der Zeit auch immer kompetenter.

Während vor ein paar Jahren Fake Shops noch leicht an schlecht gemachten Seiten und einer miserablen Rechtschreibung zu erkennen waren, werden heute echte Shops originalgetreu kopiert oder existierende Websites gleich mit geklauten Daten gekapert – echte Kundenbewertungen inbegriffen.

Bereits 4 Millionen Fake-Shop-Betroffene!

Wie Kriminalreport - das neue ARD-Format um Sicherheit, Kriminalität und Prävention - am 27. August berichtete, sind einer Umfrage der Organisation "Marktwächter Digitale Welt" der Verbraucherzentrale Brandenburg zufolge 4,4 Millionen Bundesbürger schon einmal Opfer von Fake Shops geworden.

Wie erkennt man Fake Shops?

Worauf du achten kannst, um den Abzockern nicht auf den Leim zu gehen, wollen wir dir hier zeigen.

1. Absurdeinternetadresse.de

Eine Internetadresse, die mit dem angebotenen Produktportfolio so gar nichts gemein hat, sollte dich erst einmal stutzig machen. Da auch Impressum und Gütesiegel längst keine Garantie für Seriosität mehr sind, wäre es ratsam, hier erst noch einmal zu recherchieren.

2. 95 Prozent Rabatt

Gewährt ein Shop Rabatte in Höhe von 95 Prozent, kann er kaum wirtschaftsfähig sein. Klingen die Nachlässe also zu schön um wahr zu sein, sind sie es meist auch.

3. Rechtschreibfehler

Damen Schuhe statt Damenschuhe? Rechtschreibfehler zeugen nicht gerade von Seriösität und sind oft ein Anzeichen dafür, dass es sich um einen Scheinshop handelt.

4. Vorsicht Schnäppchenfalle!

Der letzte Schrei von Adidas für 50 Euro? Da kann es schon mächtig in den Fingern jucken. Bevor du dich aber zu einem Kauf hinreißen läßt, solltest du den Preis des Produkts bei anderen Anbietern oder im Ladengeschäft prüfen. Denn Fake Shops locken ihre Opfer mit unglaublich niedrigen Preisen. Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, sollte beliebte Markenprodukte also besser im Originalshop kaufen.

5. Reduzierte Bezahlmethoden

Zunächst werben Fake Shops mit einer Vielzahl an Bezahlmethoden, auch PayPal, aber übrig bleiben am Ende meist nur Vorauskasse und Direktüberweisung, eventuell auch der Versand per Nachnahme.

Sichere Zahlungswege wählen: Nur der Kauf auf Rechnung kann wirklich vor Betrug durch Fake Shops schützen. Denn einmal getätigte Überweisungen können nur kurzfristig und für mehrere Stunden durch die Bank rückgängig gemacht werden. Am sichersten ist dann noch das Lastschriftenverfahren, mit ihm können vorgenommene Abbuchungen noch bis zu acht Wochen lang storniert werden. Die Polizei warnt: Nutze beim Onlinekauf keine Zahlungsdienste wie Western Union, paysafe oder Ukash.

6. Gefälschte Siegel

Es gibt allerhand Siegel, die bezeugen, dass es sich um einen seriösen Onlineshop handelt. Vertrauenserweckende Siegel werden allerdings oft gefälscht oder einfach erfunden.

7. Geklaute Bewertungen

Alles bestens, fünf Sterne, nur glückliche Kunden. Der Traum eines jeden Onlineshops. Doch sind die Bewertungen wirklich echt? Oft sind es zwar echte Kundenstimmen - aber eben geklaute.

8. Unvollständiges Impressum

Im Impressum fehlt der Name, die Anschrift oder es fehlt gar das ganze Impressum? Das kann kein seriöser Shop sein.

Sicher einkaufen

Nachfolgend wollen wir dir noch ein paar Tipps mit auf dem Weg geben, wie du dich im Zweifelsfall absichern und informieren kannst.

Die A-Z Garantie

Viele meinen, wenigstens bei Amazon grundsätzlich in guten Händen zu sein, aber das stimmt nur zum Teil. Sicherheit kann Amazon nur gewährleisten, wenn die Ware direkt über Amazon.de gekauft wurde oder Amazon Pay für die Zahlung auf den Websites Dritter verwendet wird. Dann ersetzt Amazon dank ihrer A-bis-Z-Garantie den Kaufbetrag, wozu der E-Commerce-Riese rechtlich nicht verpflichtet wäre. Wird der Kauf allerdings mit einem Scheinhändler direkt abgeschlossen, greift auch diese Garantie nicht mehr.

Wichtige Recherche

Verlass dich nicht auf die Versprechungen der Shop-Betreiber. Gib den Namen des vermeintlichen Händlers in eine Suchmaschine ein, um etwas über negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden. Auch in Selbsthilfeforen kannst du erfahren, ob der gewählte Shop unseriöse Geschäftspraktiken anwendet. Ein Anruf beim Online-Händler selbst kann letztlich Gewissheit bringen.

Professionelle Hilfe

Wenn du dir unsicher bist oder ein schlechtes Gefühl hast, dann nimm lieber Abstand von einem Kauf im gewählten Shop. Oder du investierst Zeit und suchst dir Hilfe bei der Verbraucherzentrale, wo in der Regel auch telefonisch Informationen über einen bestimmten Online-Händler zu erhalten sind.

Im Zweifelsfalle gibt es auch eine alphabetische Liste von bekannten Fake Shops auf onlinewarnungen.de  und über die E-Mail-Adresse kontakt@onlinewarnungen.de kann eine konkrete Anfrage gestellt werden.

 

Ist das echte Geld für einen Fake-Angebot erst einmal ausgegeben, gibt es nur wenig Hoffnung auf eine Rückerstattung. So ärgerlich und frustrierend es auch ist, deine Bank kann da nur wenig tun. Banken haben keine zivilrechtliche Befugnis zu entscheiden, ob eine Überweisung rechtmäßig getätigt wurde oder nicht. Und so kann auch die Fidor Bank nur präventiv agieren und ihre Kunden immer wieder auf mögliche Gefahren hinweisen.

In unserer Fidor Smart Community kannst du dich zudem mit Gleichgesinnten über Themen wie Sicherheit und Finanzen austauschen. 

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