Praxiserprobte Tipps fürs Arbeiten im Homeoffice

Published on 24. March 2020
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Praxiserprobte Tipps fürs Arbeiten im Homeoffice

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Und weil wir uns alle, völlig unverschuldet und recht abrupt, diesem neuartigen, außergewöhnlichen Virus ausgesetzt sehen und es für eine Vielzahl der Arbeitnehmer somit kurzerhand Richtung Homeoffice ging, kommen hier praxiserprobte Tipps fürs erfolgreiche Arbeiten im Homeoffice.

Homeoffice – des einen Fluch, des anderen Segen. Ich kenne Menschen, die freiwillig auf ihren vertraglich zugesicherten Anspruch auf Homeoffice verzichten, weil sie schlicht und ergreifend keine Lust haben, mutterseelenalleine zu Hause zu sitzen. Andere bevorzugen das Büro aus disziplinarischen Gründen, weil das mit dem Zeit- und Selbstmanagement in den eigenen vier Wänden einfach nicht klappen möchte. Oder haben, auch das gibt es, bisher noch niemals im Homeoffice gearbeitet.

Manch Arbeitnehmer wiederum sehnt nicht den Freitag herbei, sondern den allwöchentlichen Arbeitstag im Homeoffice – länger schlafen, kein Makeup, dafür den ganzen Tag in der Jogginghose und nebenbei noch zwei Ladungen Wäsche machen. Strike.

So war es zumindest bisher. Denn nun ist plötzlich Corona, nichts ist, wie es einmal war, und wir sehen uns manch ungeahnter Herausforderung ausgesetzt. Glücklich schätzen dürfen sich all jene, die keine systemrelevanten Dienste an der direkten Virusfront leisten müssen und ihren Brotjob in der antiviralen Komfortzone des heimischen Wohnzimmers ausüben können. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Dankbarkeit, überhaupt noch einen Job und somit ein Einkommen zu haben, denn auch dies ist plötzlich nicht mehr selbstverständlich.

Me, myself and I

Wir sind vereint im Homeoffice. Trotz aller Freude, den coronabedingten Hausarrest mit sinnvoller Arbeit füllen zu können, anstatt alte Paninibildchen zu sortieren, Stricken zu lernen oder gar dieses Jahr die Steuererklärung einmal überpünktlich abzugeben, trotzdem eine gewisse Leere. Wortwörtlich, denn da ist ja sonst niemand. Nur man selbst. Me, myself and I. Was in den ersten zwei, drei Tagen noch ganz spaßig ist, wird spätestens nach einer Woche zum Remote-Nightmare. Und auch jene, welche sich in Paarbeziehungen, WGs oder kinderreichen Haushalten tümmeln, sollten sich einen Schlachtplan für die kommenden Wochen zurechtlegen. Denn erst einmal der Außenwelt und dem Corornavirus entkommen, heißt es, zu Hause das Seelenheil zu hüten und die zwischenmenschlichen Beziehungen zu pflegen, ohne dabei die professionelle Produktivität zu vernachlässigen.

Vor allem Neulinge in Sachen Homeoffice dürften hier recht schnell an ihre Grenzen stoßen. Für alle, die auf der Suche nach etwas Struktur und Inspiration sind, kommen hier unsere praxiserprobten sieben Tipps für das Arbeiten im Homeoffice.

1. Der Arbeitsplatz

Most important thing ever. Während sich auf Stockfotos die Menschen im Homeoffice gerne in den aberwitzigsten Positionen auf Sofas räkeln oder mit einem Lächeln im Gesicht beiläufig die Kinder entertainen, sieht die Sache in der Realität ganz anders aus. Mit deinem Arbeitsplatz steht und fällt der Erfolg und somit auch der „Spaßfaktor“ des Homeoffices.

Richte dir auch zu Hause einen vernünftigen Arbeitsplatz ein, an dem du auch über Stunden in angenehmer Position sitzen kannst, wenig abgelenkt wirst und eine gute Internetverbindung hast. Sollte dein Partner ebenfalls im Homeoffice sein, achtet darauf, dass jeder von euch einen gleichberechtigten, wertigen Arbeitsplatz erhält. Vom Bett oder der Couch aus zu arbeiten mag entspannt klingen, dein Rücken wird es dir aber auf Dauer nicht danken.

2. Eben schon erwähnt: Struktur

Das wichtigste überhaupt. Der Tag muss durchgeplant sein, wie er das im Büro auch wäre. Wecker stellen, duschen, frühstücken, Arbeitszeit einteilen, Pausen planen (und einhalten), pünktlich Feierabend machen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und liebt Rituale. Kaffeepause, Mittagessen, Sportprogramm, täglicher Call mit der Lieblingskollegin – alles fest einplanen bitte.

Noch wichtiger ist dieser Punkt, wenn weitere Menschen im Haushalt leben. Mit einem individuellen Tagesplan, an den sich jeder hält, ist von vornerein klar, wer wann was macht, seine Ruhe braucht oder dem Rest der Familie zur Verfügung steht.

3. Kleider machen Leute

Und ebenfalls soeben erwähnt: Duschen. Klingt simpel, ist es aber nicht. Im Homeoffice neigen wir dazu, zu verlottern. Löchrige Schlafanzughose, Knödel auf dem Kopf, abgesplitterter Nagellack – sieht ja schließlich keiner. Ein absoluter Trugschluss. Sich morgens also frisch geschniegelt und gestriegelt in Straßenklamotten zu schmeißen, mit der Gewissheit, das Haus nicht zu verlassen, macht einen riesigen Unterschied. Spätestens im nächsten Call. Probier’s einfach mal aus. Dein Selbstbewusstsein wird es dir danken.

4. Bewegung, Bewegung, Bewegung

Das morgendliche Radeln ins Büro fällt weg, der sonntägliche Yogakurs, das Fitnessstudio, sogar die zehn Minuten zu Fuß bis zum Bäcker. Um trotzdem körperlich auf der Höhe zu bleiben, ist Bewegung unerlässlich. Stehe alle halbe Stunde von deinem Stuhl auf und bewege dich ein wenig. Recken und strecken, ein paar leichte Rückenübungen. Ab ins Treppenhaus und ein paarmal die Treppen hoch und runter. Morgens eine halbe Stunde Yoga mit Youtubevideos. In der Mittagspause Kniebeugen und Hampelmänner. Völlig egal. Aber beweg dich.

5. Dance the Frust away

Ja, noch mehr Bewegung. Tanzen ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Seele. Vor allem für die Seele. Die Clubs haben sowieso alle zu. Also wird zu Hause getanzt. Allein, oder mit den Kindern oder der Freundin. Hauptsache tanzen, ohne Rücksicht auf Verluste. Eine Viertelstunde pro Tag macht schon einen unglaublichen Unterschied in Sachen Glücksgefühlen. Und die können wir gerade alle gebrauchen.

6. Arbeitszeit und Freizeit trennen

Während des Calls das Mikro ausstellen und nebenher den Geschirrspüler ausräumen? Wunderbar. An „normalen“ Homeoffice-Tagen. Aber normal war leider gestern. Nun ist deine Wohnung Büro und Zuhause zugleich, und das auf unbestimmte Zeit.

Deswegen solltest du dir selbst den Gefallen tun und Arbeit und Freizeit rigoros trennen. Denk an deinen Tagesplan (Punkt 2) und halte dich daran. Häng die Wäsche in deiner offiziellen Mittagspause auf und nicht mal eben schnell nebenher. Und wenn du Feierabend hast, bleibt der Laptop aus und wird weggepackt.

7. Soziale Kontakte

Im Homeoffice fehlt selbst in Nicht-Krisenzeiten die soziale Komponente. Herdentierchen werden mit dem Mangel an menschlicher Nähe am meisten zu kämpfen haben, denn auch nach Feierabend herrscht nun gähnende Leere. Verabrede dich trotzdem, oder gerade deswegen. Nimm dir Sachen vor, genau so, wie du es vor Corona auch getan hast – aber mach’s digital: Jeder kocht seine Spaghetti für sich alleine, und gegessen wird gemeinsam via Facetime. Das freitägliche Feierabendbier mit den Kollegen wird Hangouts geteilt. Schalte zum Sonntagsfrühstück die Oma per Skype zu und bruncht alle gemeinsam. Wäre dieses Virus in den 90ern ausgebrochen, was hätten wir nur getan?

Mit diesen sieben Tipps zum Arbeiten im Homeoffice solltest du fürs Erste bestens gerüstet sein.  Viel Spaß und vor allem: Bleib gesund!

 

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