Coronavirus: Survival-Guide für Anleger

Published on 12. March 2020
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Coronavirus: Survival-Guide für Anleger

Corona hält die Welt in Atem – und wirkt sich auf die Wirtschaft aus. Was Privatanleger in Zeiten von Covid-19 am besten tun und lassen.

Corona ist überall: In den Medien, in den Gesprächen, beim Einkauf (Stichwort Hamsterkäufe) und im Web: „80 Prozent der Top-Suchbegriffe bei Amazon Deutschland hatten in den vergangenen sieben Tagen Corona-Bezug“, sagt Tim Nedden, Geschäftsführer von Finc3 Commerce der Süddeutschen Zeitung. Auch in Deutschland breitet sich das Virus immer weiter aus. Täglich gibt es neue Nachrichten zu Corona – und viele Fragen. Wissenschaftlich fundierte Antworten gibt unter anderem das FAQ des Robert Koch Instituts und die Website der WHO.

Stillstand und Grenzkontrollen

Klar ist: Das neuartige Virus hält die ganze Welt in Atem und die Auswirkungen sind bereits jetzt immens: Fabriken, Schulen und Universitäten werden geschlossen. Die Liste der abgesagten Veranstaltungen wird täglich länger. Überall in Europa gibt es Grenzkontrollen und Einreiseverbote. Das öffentliche Leben steht still. Die Lungenkrankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 bremst die Weltkonjunktur: Die Industriestaaten-Organisation OECD senkte ihre Prognose für 2020 vor einigen Tagen ab.

 

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Corona-Hilfen für die Wirtschaft

Deutschland als Land mit dem weltgrößten Exportüberschuss droht dabei eine Corona-Rezession. Die Politik verspricht nun Hilfe: So soll mit einem umfangreichen Hilfspaket der Wirtschaft unter die Arme gegriffen werden. Dazu zählt unter anderem die Auszahlung von Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen. Die EU stellt wegen der Corona-Pandemie 25 Milliarden Euro bereit. Neben dem Gesundheitswesen sollen damit der Arbeitsmarkt sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden. Zusätzliche Finanzhilfen sind für Italien geplant, das von der Krise besonders stark betroffen ist.

Alarm in der Finanzbranche

Auch die Finanzwelt ist im Alarmmodus und die Börsen beben seit Tagen. „Die Nerven bei den Anlegern liegen blank“, so Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC gegenüber Reuters. Das Herdenverhalten der Anleger ist dabei nach Expertenmeinung eine der größten Gefahren der Coronakrise. Investmentguru Warren Buffett versuchte in einem CNBC-Interview gegenzusteuern: Die Virus- Epidemie sei unheimlich, als Anleger solle man sich aber nicht zu sehr ver­unsichern lassen, sagte der 89-jährige Chef von Berkshire Hathaway.

Aber wie macht man’s richtig?

Hier einige wichtige Dos and Don‘ts für Privatanleger in Zeiten von Corona (und anderen Krisen):

Machen:

 Ruhe bewahren!

Statt in hektischen Aktionismus zu verfallen, besser besonnen und informiert reagieren. Zwar warnt der Bundesverband der Deutschen Wirtschaft in seinem aktuellen Quartalsbericht vor einer Rezession und auch das Handelsblatt Research Institute hat aufgrund von Corona seinen Konjunkturausblick gesenkt – Grund zur Panik besteht nach Ansicht der Wirtschaftsexperten jedoch nicht: Corona dürfte nur einen geringen Einfluss auf den privaten Konsum haben, der das gesamtwirtschaftlich wichtigste Aggregat ist, so die HRI-Experten.

 

 Das Auf und Ab der Börsen im Corona-Panikzustand möglichst ausblenden und die Krise aussitzen.

Hilfreich dabei: Geld in breit aufgestellten Indexfonds (ETFs) anlegen, raten die Experten von Finanztip.de. Auch ein guter Mischfonds hilft, mit breiter Streuung und reduziertem Risiko das Depot zu stabilisieren.

 

 Aktien halten – auch wenn es nach einem Kurssturz schwerfällt.

So rät Christian Kahler, Chef-Anlagestratege bei der DZ Bank dazu, Aktien nicht sofort abzustoßen, sondern die Nerven zu behalten und langfristig zu planen. Anleger, die jetzt unüberlegt verkauften, riskierten große Verluste, warnt Kahler. Gleichzeitig seien Kurse, die im Keller sind, aber auch eine Chance zum Einstieg, so der Anlagestratege. Wichtig in diesem Fall: Nicht nur Gewinne, sondern auch mögliche Verluste einkalkulieren, falls der Kurs weiter sinkt.

Lassen:

 Bundesanleihen kaufen.

Weil viele Anleger die „Sicherer Hafen“-Strategie wählten, sackte die Rendite der zehnjährigen Titel um sieben Basispunkte auf ein Rekordtief von minus 0,746 Prozent. Der bisherige Tiefstwert lag im September 2019 bei minus 0,743 Prozent. Damals ließen der Brexit und der Zollstreit zwischen den USA und China Investoren zittern. Auch die Rendite der zehnjährigen US-Bonds fiel zum zehnten Mal in elf Tagen auf ein Rekordtief, berichtet Reuters.

 

 Spekulieren mit Corona.

Die Krise lockt Glücksritter an, die Aktien von Firmen kaufen, die von der Corona-Epidemie profitieren könnten. So schossen bei mehreren Biotechfirmen die Kurse in der Hoffnung auf einen Corona-Wirkstoff zweistellig in die Höhe. Die Realität sieht allerdings noch anders aus: „Im besten Fall wird es noch mehrere Monate dauern, bis ein wirksames Medikament oder ein Impfstoff auf den Markt kommt", meint Hanns Frohnmeyer von BB Adamant Biotech

 

 Gold kaufen.

Wer das Edelmetall aktuell nicht schon physisch oder virtuell in seinem Besitz hat, sollte aktuell die Finger vom Gold lassen: Das Coronavirus hat auch den Goldpreis in die Höhe getrieben. Der Kurs des Edelmetalls lag zuletzt mit 1690 Dollar auf den höchsten Stand seit 2013. „Gold ist in Krisenzeiten ein sicherer Hafen.“ Das Mantra vieler sicherheitsorientierter Anleger stimmt nur bedingt: Nach Analysen von Finanztip.de schwankt der Goldkurs stärker als ein Aktieninvestment in den MSCI World. Wer trotzdem der Meinung ist „Gold ist Geld“ und ein Investment plant, erfährt hier alles über Gold und was man beim Kauf beachten sollte.

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